Willkommen beim Landesbridgeverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V.

Auf diesen Seiten finden Sie Informationen über den Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. sowie Veranstaltungen, Turniere und sonstige Aktivitäten im Bereich unseres Landesverbands.

Dem Landesverband Rheinland-Pfalz/Saarland e.V. gehören 23 Vereine an.

Der Sportbetrieb beinhaltet die verbandsinternem Kämpfe für den DBV-Pokal, den Rheinland-Pfalz-Saar-Teampokal sowie die Rheinland-Pfalz-Saar-Teamliga, die in eine Regionalliga und untergeordnete Landesligen eingeteilt ist.

 

Aktuelles

Zum Stand der Team-Liga finden Sie auf der zugehörigen Seite ein Update vom 18.06.2020.

Keine Lust auf Bridge mit Karten? Das können wir uns kaum vorstellen! Aber manchmal muss man nehmen, was man bekommen kann. Das Tablet-System Lovebridge vereint viele Vorteile von Präsenz- und Onlinespiel und ist derzeit definitiv einen Blick wert. Sie finden diesen Blick unten auf dieser Seite!

 

Ein Überblick über die gesetzlichen Verordnungen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zur Corona-Epidemie zum Stand vom 18.06.2020

 

Liebe Bridgefreunde,

 

die Corona-Beschränkungen gehen in den dritten Monat und uns alle treibt die Frage um, wann und wie wir mit unserem geliebten Bridgespiel weitermachen können. Der Vorstand des Landesbridgeverbandes Rheinland-Pfalz/Saarland ist in dieser Frage in regem Kontakt. Reger als früher, sogar, weil man die Vorteile von Videokonferenzen mit der Zeit zu schätzen lernt.

 

Leider bestehen nach wie vor Beschränkungen für Versammlungen und obwohl sich die Details dieser Beschränkungen ständig ändern, wird die Tatsache, dass diese Beschränkungen bestehen, leider wohl noch eine Weile bestehen bleiben. Die Beschränkungen sind zudem je nach Bundesland unterschiedlich.

 

Für Rheinland-Pfalz gelten die "Neunte Corona-Bekämpfungsverordnung Rheinland-Pfalz (9. CoBeVO)" und das "Hygienekonzept für Veranstaltungen im Innenbereich mit bis zu 75 gleichzeitig anwesenden Teilnehmern", jeweils vom 04. Juni 2020. Die Verordnungen sind auf den Webseiten der Landesregierung abrufbar. Der folgende Teil dieser Ausführung bezieht sich zunächst auf beiden genannten Verordnungen. Eine Betrachtung für das Saarland folgt darunter. Bitte beachten Sie in beiden Fällen, dass diese Übersicht keine rechtliche Relevanz hat. Rechtlich relevant sind jeweils die von den Bundesländern veröffentlichten Verordnungen und diese können schon in zwei Wochen anders aussehen als heute!

 

Vorweg sei angemerkt, dass dies ein Exzerpt für das Bridgespiel in vereinsähnlicher Umgebung ist. Die Vorschriften für Veranstaltungen mit bis zu zehn Personen sind deutlich entspannter! Für Aktivitäten mit erhöhtem Aerosolaustausch (Sport, Chöre usw.) gelten dagegen verschärfte Vorschriften. Hier gerät uns mal die inzwischen höchstrichterliche Festststellung zum Vorteil, dass Bridge kein Sport sei! Dessen ungeachtet wollen wir aber nicht vergessen, dass viele unserer Spieler der altersbedingten Risikogruppe angehören und dass schon deswegen besondere Vorsicht und Sorgfalt angebracht ist.

 

Nach den aktuellen Verordnungen in Rheinland-Pfalz also sind es vor allem zwei Punkte, die uns am Bridgespielen hindern. Eine davon ist geradezu ein Killerkriterium, nämlich die durchaus nachvollziehbare Bedingung, dass Kontaktflächen "regelmäßig mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen oder mit einem mindestens begrenzt viruziden Mittel zu desinfizieren sind". Ferner: "Der Verleih von Gegenständen ist unzulässig, sofern sie nach Benutzung nicht desinfiziert werden können." Man wird kaum umhinkommen, Spielkarten, Boards und Biddingboxen zu "Gegenständen" mit "Kontaktflächen" in diesem Sinne zu zählen und über die Möglichkeit, die Karten regelmäßig zu desinfizieren, womöglich nach jeder Runde, muss man nicht viele Worte verlieren. Damit ist das herkömmliche Bridgespiel meiner Auffassung nach derzeit verboten. Zwar zählen Schmierinfektionen beim Coronavirus nicht zu den häufigsten Ansteckungswegen. Da aber die Dekontaminierung eine sehr grundlegende Hygieneregel ist, rechne ich nicht damit, dass sie in absehbarer Zukunft aufgehoben wird. Ich bin kein Hellseher und hätte nichts dagegen, mich in diesem Punkt zu irren, würde aber nicht darauf wetten. Zum Glück bedeutet dies nicht, dass wir auf Dauer auf das Bridgespiel im Club verzichten müssen. Eine Alternative ist das Bridgespiel mit Tablets, auf das ich an anderer Stelle eingehe. Zunächst aber weiter mit den Verordnungen.

 

Der zweite Punkt betrifft die Dichte der Personen. Hier gibt es drei Vorschriften:

  • Vorschrift 1 ist die "Abstandsregel", nach der generell der Mindestabstand zwischen zwei Personen auf 1,5 Meter beschränkt ist. Diese gilt (fast) immer. Da typische Bridgetische eine Kantenlänge von 1 Meter oder auch nur 90 Zentimetern haben, ist die Abstandsregel hier NICHT erfüllt. Man bräuchte also zumindest größere Tische.
  • Vorschrift 2 ist die "Personenbegrenzung" über die "Anzahl der zeitgleich anwesenden Personen auf eine Person pro 10 qm [...] Besucherfläche". (In Hessen sind es 5 qm.) 10 m² pro Person sind leider nicht einmal drei Tische auf einer Saalgröße von 100 m². Der Platzbedarf ist fünfmal so groß wie gemäß der Abstandsregel bei optimaler Raumausnutzung und wird die meisten Clubs überfordern. Allerdings gilt die Personenbegrenzung laut Corona-Bekämpfungsverordnung nur dann, wenn sich die Personen "nicht überwiegend bestimmungsgemäß an festen Plätzen aufhalten". Laut der konkreteren und maßgeblicheren Hygienevorordnung gilt die Personenbegrenzung nicht, wenn "jeder Besucher [...] einen festen zugewiesenen Platz" hat. Beim Bridgeturnier hat zwar jeder Spieler zu jedem Zeitpunkt einen festen Platz, aber es ist nicht immer derselbe. Wie das zu interpretieren ist, lasse ich dahingestellt. Bitte kontaktieren Sie in dieser Frage den Anwalt Ihrer Wahl. Im Übrigen kann es sein, dass Ihr Vermieter zusätzlichen Vorschriften folgen muss (zum Beispiel denen der Landeskirche) und deshalb auf der Personenbegrenzung bestehen muss.
  • Vorschrift 3 ist die Aufhebung des Mindestabstands von 1,5 m für "Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen oder einer Zusammenkunft der Angehörigen zweier Hausstände". Das stellt den Restaurantbesuch von zwei Freunden oder einer Familie an einem Tisch frei und auch private Bridgetreffen mit einem oder zwei Tischen. Die vier Spieler am Bridgetisch eines Turniers gehören aber in der Regel mehr als zwei Haushalten an, weswegen bei uns die Abstandsregel auf jeden Fall eingehalten werden muss.

Darüber hinaus ist eine mittlere Zahl weiterer Bestimmungen zu beachten. Man muss einen Hygienezuständigen benennen, Ein-/Ausgänge und Wege kennzeichnen, Desinfektionsmaterial bereithalten, die sanitären Anlagen kontrollieren, die Hälfte der Zeit lüften, Personendaten zur Kontaktverfolgung speichern, es besteht Maskenpflicht für Personen, die nicht sitzen und dergleichen mehr. All diese Bedingungen sind meiner Einschätzung nach erfüllbar. Wenn Sie also für ihren Club die Punkte 1 und 2 geklärt haben, lesen Sie die verlinkten Verordnungen und erledigen den Rest.

 

So weit zu Rheinland-Pfalz. Für das Saarland gilt aktuell die "Verordnung zur Änderung infektionsrechtlicher Verordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie vom 12. Juni 2020", die hier verlinkt ist. Dieser Verordnung gemäß gilt eine generelle Abstandsregel von 1,5 m und die Pflicht zur Mund-Nasen-Bedeckung (MNB) in Ladenlokalen, zum Beispiel. Weiter heißt es für alle Einrichtungen, dass "pro 10 Quadratmeter [zugänglicher] Gesamtfläche nur eine Person Zutritt hat". Für die Maximalzahl der Teilnehmer gilt: "Veranstaltungen können [...] in geschlossenen Räumen mit bis zu 50 Personen stattfinden; dabei sind Veranstaltungen mit mehr als 10 anwesenden Personen unter Angabe des Veranstalters der Ortspolizeibehörde zu melden. Der Veranstalter hat geeignete Maßnahmen zur vollständigen Nachverfolgbarkeit nach Maßgabe des § 3a zu treffen und besondere infektionsschutzrechtliche Auflagen zu beachten." Welche besonderen Auflagen dies sind, wird leider nicht genannt und ich habe auf den Webseiten der Landesregierung auch kein entsprechendes Dokument gefunden.

 

Womit muss man rechnen? Konkrete Hygieneverordnungen finde ich für Schulen und Gaststätten. Bei letzteren sitzen Personengruppen an Tischen - wie beim Bridge. Orientieren wir uns also daran. Hier gibt es den "Hygieneplan der Landesregierung für Gaststätten und Beherbergungsstätten". Davon möchte ich auf drei konkrete Punkte hinweisen:

  • "Gäste haben ebenfalls MNB zu tragen, wenn sie sich abseits des Tisches bewegen." Das heißt, wenn das für den Bridgeclub gilt, dürfte man am Platz auf MNB verzichten.
  • "Nach jedem Gastwechsel ist eine gründliche Reinigung berührter Flächen erforderlich (z. B. Tische, Armlehnen, alle Gegenstände in den Gastzimmern, Handläufe, Türgriffe)." Überlegen Sie sich bitte, was das bedeutet; insbesondere, wenn sie davon ausgehen müssen, dass es auch auf Spielkarten zutrifft!
  • Was ich hier im Gegensatz zu Rheinland-Pfalz NICHT finde, ist ein Verzicht auf die Flächenbegrenzung von 1 Person pro 10 Quadratmeter für sitzende Personen. Das würde bedeuten, dass im Saarland ein deutlich erhöhter Platzbedarf bestehen kann.

Noch einmal der Hinweis, dass dieser Überblick nicht rechtlich relevant ist und das eigene Durcharbeiten der Verordnungen nicht ersetzen kann. Mit besonderem Blick auf das Saarland möchte ich empfehlen, da Veranstaltungen mit 11 bis 50 Personen ohnehin der Ortspolizeibehörde zu melden sind, dass Sie sich dort auch verbindlich erkundigen, welche Hygieneverordnung Sie als Verantwortlicher für Ihren Bridgeclub zu beachten haben.

 

Wenn ich mich in irgendwelchen Punkten irren sollte, bitte ich um eine Nachricht. Ich werde mich bemühen, Korrekturen zeitnah einzubringen.

 

Sollten Sie zu dem Schluss kommen, dass Sie in absehbarer Zukunft wieder Bridge im Club spielen können, aber nicht mit Karten, dann folgen Sie mir jetzt bitte zur Info über Lovebridge unten auf dieser Seite.

 

Für Ihre Zukunft und die Ihres Clubs wünsche ich alles Gute und, vor allem, bleiben Sie gesund!

 

Michael Herrmann, Ressort für Öffentlichkeitsarbeit

 

Terminabsagen: Corona-Epidemie

 

Der Spielbetrieb in Liga und Vereinspokal ist bis mindestens Mai abgesagt.
Die Vereine im Landesverband werden gebeten, den Spielbetrieb bis Ende April abzusagen.

 

Lesen Sie hierzu den folgenden Brief unseres Landesvorsitzenden Thomas Peter.

Sehr geehrte Vorsitzende, Sportwarte, Mitglieder,

hiermit ordne ich als Landesvorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz-Saarland e.V. die Aussetzung des Spielbetriebes in Liga und Vereinspokal bis mindestens Mai an. Danach werde ich nach der Sachlage entscheiden wie wir weiter verfahren.

Ich bitte alle Vereine Ihren Spielbetrieb bis Ende April einzustellen. Schon aus haftungsrechtlichen Gründen rate ich allen Vereinsvorsitzenden, deren Verein kein e.V. ist dazu, denn diese Vorsitzenden haften mit Ihrem Privatvermögen bei Regressansprüchen von Mitgliedern gegen den Verein.

Soweit mir bekannt ist, wird die Vorrunde des C-Cup verschoben werden.

Die Bundesliga ist auf unbestimmte Zeit verschoben worden.

Ob die anderen Termine des Bundesverbandes stattfinden, wird noch im Präsidium des DBV diskutiert.

Bitte haben Sie Verständnis für diese Maßnahme. Sie dient Ihrem Schutz und entspricht keineswegs einer Hysterie.

Mit freundlichen Grüßen,

Thomas Peter, Landesvorsitzender (13.03.2020)

 

In den nächsten Wochen und Monaten stehen an (Details siehe Termine):

Für Gäste offene Turniere in: [keine]
   20-Jahres-Feier und Sommerturnier am 19.08.2020 in Merzig.

Seminare für Übungsleiter.

Für Anfänger und alle anderen, die noch hinzulernen wollen: Bitte besuchen Sie unsere Rubrik Unterricht.

 

 

Keine Lust auf Bridge mit Karten? Das können wir uns kaum vorstellen! Aber manchmal muss man nehmen, was man bekommen kann und derzeit lohnt sich definitiv ein Blick auf 

Lovebridge

Was kann man nun tun, wenn man Bridge spielen will, aber keine Karten mehr anfassen darf?

Will man online spielen? Dann kann man das auf BBO, zum Beispiel auf den BBO-Germany-Seiten des DVB; aber dort spielt man mit Leuten, die man nicht kennt. Manche Clubs haben die Möglichkeit, auf BBO Onlineturniere für ihren Club zu organisieren; aber in diese Schiene kommt man jetzt nicht mehr rein. BBO organisiert für Clubs auch "Virtual Clubs" in Kooperation mit den staatlichen Verbänden - es gibt bereits VCs für Frankreich, England, die Türkei und andere Länder; für Deutschland verhandelt der DBV, aber es gibt noch keinen Durchbruch. Wie dem auch sei, online spielen ist eine andere Sache und nicht wirklich dasselbe wie wenn man mit Partner und Gegnern an einem realen Tisch sitzt und akustisch kommunizieren kann.

Ein Kompromiss ist ein System namens LOVEBRIDGE. Hier sitzt man mit seinen Mitspielern zusammen in einem realen Raum oder auch wie gewohnt zusammen an einem Tisch. Jeder hat ein Tablet und sieht darauf seine eigenen Karten und kann diese spielen. Die Tablets eines Turniers sind untereinander und mit einem Server vernetzt. Der Server plant das Turnier und verteilt die Karten. Die Spieler eines Tisches bieten und bedienen die Karten jeder auf seinem Tablet. Das Ergebnis wird zurückgemeldet an den Server. Das ist ähnlich wie mit Bridgemates mit vorverteilten Karten, nur dass man Biet- und Spielkarten im Tablet hat statt in der Hand. Es mag nicht dasselbe "Feeling" sein wie mit Karten in den Händen. Aber in dieser Zeit muss man nehmen, was man kriegen kann. Dazu bekommt man viele Vorteile des Onlinespiels: kein Mischen nötig, keine verlorenen Karten, keine ungenügenden Gebote, keine Ausspiele von der falschen Seite, keine Revokes und so weiter.

Jeder behält sein Tablet für die Dauer des Turniers. Wennn der Club die Tablets aufbewahrt und verleiht, müssen sie jeweils nach den aktullen Hygienekonzepten desinfiziert werden. Wenn jeder sein eigenes Tablet mitbringt, ist das nicht nötig. Eine Möglichkeit ist, dass die Clubs die Tablets zentral bestellen und an Interessierte weiterverkaufen. Wer ohne Tablet zum Turnier kommt, leiht sich eines der übrigen.

Wenn Sie ein generelles Interesse an diesem System haben, setzen Sie sich bitte mit dem LBV in Verbindung. Wir werden die Gelegenkeit bekommen, es zu testen und dies möglicherweise innerhalb Ihres Clubs.

UPDATE: Lesen Sie bitte den Erfahrungsbericht unseres Sportwarts Stefan Weber von einem Lovebridge-Turnier unter Realbedingungen am 09.07.2020 in Wiesbaden.

 

Wenn Sie Bridge kennen lernen wollen lohnt sich ein Klick auf:

Entdecke Bridge

In insgesamt 14 Kapiteln lernen Sie alles Wissenswerte über Bridge.
Angefangen von den Grundlagen über die Spieltechnik bis hin zur richtigen Taktik,
um Bridge spielen zu können und evtl. bei einem Bridge Turnier vorn mit dabei zu sein.

 

Bridge im Fernsehen. Um den Beitrag anzusehen, klicken Sie auf:

Bridge - unterhaltsames Gehirnjogging

Dieser Link wird vom NDR leider nicht mehr bedient. Wir bemühen uns um Ersatz ... :(

[Für die Sendung Nordtour besuchte ein Kamerateam das Clubturnier von "bridge & art" in Braunschweig.
Neben Bildern vom Spielgeschehen ist ein Interview mit Marie Eggeling zu sehen.]